Wer wir sind

2014 legten wir am Jahrestag der Grenzöffnung gegen die bundesdeutsche Staats-Jubelfeier Widerspruch ein – mit Großtransparent auf dem Alex. Das machte Spaß, und wir wurden mehr, gründeten einen Verein und benannten ihn nach dem, was uns zusammenführte: Die DDR, Unentdecktes Land, radikales Widerwort gegen Großdeutschland, gegen seinen Rassismus, seine Kriege und seine Barbarei. Das Wissen um die DDR als antifaschistisches Korrektiv liegt tief unter dem Müll bundesdeutscher »Aufarbeitung« begraben. Es muss versteckt sein, weil es auf sozialistische Gedanken bringt und petzt, dass die Welt doch rund ist.

was wir machen

Wir wollen mit der DDR, öffentlich mit Wenn und Aber, mit Aktionen, mit Ideen das Wissen der Menschen um den Kampf für das Vernünftige freilegen. Wir wollen Kontakt aufnehmen, wollen raus auf die Straße, zu denen, die die DDR aufbauten, für sie stritten, in ihr lebten, und zu allen, die in Ost und West nun ohne sie klarkommen müssen. Dort sind die Erfahrungen, die uns verschütt gingen.

Was wir vorhaben

Eine DDR-Ausstellung: mit Stelltafeln zur Politik, Ökonomie, Kultur und dem Anschluss der DDR auf öffentlichen Plätzen für Resonanz sorgen, Diskussionen entfachen, widerlegen, was tagein tagaus im bundesdeutschen Blätter- und TV-Dschungel zurechtgelogen und entstellt wird. Wir wollen ran an einen dialektischen Umgang mit der DDR, deren Andersartigkeit zur Disposition stellt, was doch als alternativlos gelten sollte: Kapitalismus ... Und das am hellichten Tag!

 

Inhalt gibt es reichlich. 40 wilde Jahre Wissen und Erfahrungen aus der DDR und die neuesten Forschungen zu den wirtschaftlichen, sozialen und geopolitischen Folgen ihrer Annexion. Das alles wollen wir sichten und mit unserer Ausstellung den Leuten wieder Gegeninformation liefern, sie herzlich einladen zum Gespräch über das unentdeckte Land. Fragen klären, Fragen aufwerfen und die angebliche Alternativlosigkeit des Kapitalismus aufs Korn nehmen.