Anschluss, Einheit, Eierkuchen: Was ist 1990 passiert?

Wo: Café Sibylle, Karl-Marx-Allee 72, 10243 Berlin

 Wann: Freitag, 09. August 2019, 18:00

 

Wir möchten Euch herzlich zur Auftaktveranstaltung für unsere Outdoor-Ausstellung "Unentdecktes Land" einladen:

 

Im Vortrag wird es einen Einblick in einen Schwerpunkt unserer Ausstellung geben: Die Treuhand und ihre Funktion beim Anschluss der DDR.Es wird gezeigt, dass die Treuhand als Instrument zur Annexion anderer Staaten nicht etwa "versagt" hat oder "schlecht umgesetzt" war, sondern tatsächlich genau das getan hat, was sie im Dienst des Staatsapparats der BRD zu tun hatte.

 

Im Anschluss findet das zweite Vorbereitungstreffen zur Ausstellung statt, bei dem es die Gelegenheit gibt, sich über den Stand der Vorbereitung sowie Möglichkeiten der Mitwirkung zu informieren.

 

Zur Erinnerung: Der Verein "Unentdecktes Land e.V." hat es sich zur Hauptaufgabe gemacht, eine Ausstellung zur Politik, Ökonomie, Kultur und dem Anschluss der DDR zu erstellen und so für Resonanz zu sorgen, Diskussionen zu entfachen und vor allem zu widerlegen, was tagein tagaus im bundesdeutschen Blätter- und TV-Dschungel zurechtgelogen und entstellt wird. Diese Ausstellung findet nun vom 31.08. bis 08.09.2019 auf dem Alexanderplatz in Berlin statt.

 

Für diese, wie wir finden, wichtige, aber auch sehr umfangreiche Aufgabe suchen wir noch Mitstreiter, Unterstützer, Leute, die bei der Vorbereitung, z.B. beim Plakate kleben, und/oder der Umsetzung, z.B. bei der Vor-Ort-Betreuung der Ausstellung, mitmachen wollen.

 

Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen beim Vortrag und eventuell beim anschließenden Vorbereitungstreffen!



UNENTDECKTES LAND – DIE AUSSTELLUNG

Outdoor-Ausstellung auf dem Alexanderplatz · Berlin 31. August bis 8. September 2019 · täglich 10 bis 18 Uhr

 

 

Aufruf

 

Die DDR ist unsterblich, von Arbeitslosigkeit bis Zwangsarbeit, manchmal auch das schlechte Wetter: Schuld ist immer sie. Dafür wird sie öffentlich ausgepeitscht – und während die Gerte auf ihren Hintern saust, überlegt man im »Rechtsstaat BRD«, wofür der Prügelknabe den Arsch wohl morgen hinhält. Doch der Antrieb des medialen Dauerfeuers auf die DDR ist schon ihre Existenz. Denn die kann nicht mal Springer und das allabendliche Fernsehprogramm ungeschehen machen. So ist nach 40 Jahren „Anders als der Westen“ Vergleich und Rückschluss unvermeidbar. Heute glaubt man im Osten schon nicht mehr jede Mär über das „Reich des Bösen“, lässt es an Dankbarkeit mangeln. Der „goldene Westen“ hat sich ausgeglitzert.

Und was es vorher nur im Westen gab, gibt es nun auch im Osten: Nichts Neues

 

Nichts Neues: Kurs auf Profit! Der Motor von Daimler, der Strom von Siemens, das Geld gepumpt von der Deutschen Bank, der Pöbel heizt derweil den Kessel – so wird man der reichste Staat Europas. Nicht trotz, sondern wegen zweier Weltkriege, nicht trotz, sondern wegen des Anschlusses der DDR ans Reichsgebiet. Daneben gibt es nun nichts mehr, mit dem man im Vergleich bestehen müsste. Gesundheit, Bildung und Kultur sind im „Anschlussgebiet“ längst zum Luxusgut verkommen. Wo Mangel in der DDR für schweren Ärger sorgte, sorgt er jetzt für Elend in gesellschaftlichem Ausmaß. Das alles ist nicht Folge von „Schicksal“ oder einer „überschnellten Vereinigung“, nein, es hat Grund und Ursache, ist die Folge von Entscheidungen. Es ist der Machtbereich der Entscheidungsträger, der 1990 über die DDR rollte, und was da unterm Konfettiregen des 3. Oktober 1990 restauriert wurde, war ihre althergebrachte Ordnung. Hier steht man nicht mehr Schlange nach Apfelsinen, hier verreckt man jetzt vor vollen Schaufenstern, wird arm mit und ohne Arbeit. Das Alles frisst Hirn und Herz, wer gehen kann, geht.

 

Den Finger auf diese klaffende Wunde zu legen und zu fragen, ob das Alles ist, ob das nicht anders geht, scheint uns gründlich ausgeredet. Ausgeredet in von Bund, BILD und ZDF organisierten Geisterbahnfahrten zum Pappgespenst eines kenntnislos herbeifabulierten „maroden Unrechtstaates DDR“. Gruselt euch! Wie das anödet, und einen muffigen Geschmack im Mund macht. Fürwahr, was anderes als das Heute wäre schon gut, selbst wenn es doch nur anders wäre.

 

Etwas anderes als der Kapitalismus?

 

Ja! Denn das verführt Hirn und Herz, zum Lieben, Denken, Streiten. Das riecht und schmeckt so frisch nach Abenteuer und ist so realistisch, weil es das Unmögliche wagt! Und wie anders war die DDR, was wagte sie? 1949 trat sie an, brach mit allen althergebrachten Regeln, gegen Kaiser, Kanzler und den Führer sowieso.

 

Das konnte man sich leisten, denn die Kriegsverbrecher, ihre Konzerne und Banken sowie die Großgrundbesitzer wurden enteignet, damit änderte sich alles. Es war die Grundlage einer antifaschistischen Umwälzung, die alles und jeden erfasste. Und Drüben, da blieb das Meiste wie gehabt, nur ohne NSDAP, jedoch mit denselben Verbrechern und der Beute eines Weltkrieges. Man hielt im Osten dagegen, war willens, das Alte zu verjagen, für immer. So wurde die DDR, weil sie nicht Theorie, nicht nur Idee im Studierzimmer war – zum ärgsten real existierenden Widerspruch zur BRD.

 

Aber was und wie hat es die DDR gemacht, wenn sie alles so anders gemacht hat? Was erreicht, was nicht, warum nicht, wer stand dagegen? Was war dort Antrieb? Nur der Profit, so wie hier? Was hielt die Gesellschaft dort zusammen? Nur die Angst um den Job, so wie heute? Welche Probleme, Siege und Niederlagen gab es dort? Wir wollen alles wissen und den Reim drauf selber machen! Ist uns das Wissen verschüttet, muss nochmal gefunden werden. So wie das Wissen um die DDR – so wie ein unentdecktes Land.

 

Diese Ausstellung ist das Logbuch einer Entdeckungsreise.

 

Die Autoren

 

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OSSIS GEGEN RECHTS

Eure Geheimdienste bewaffnen die Nazis und eure Medien AfD & Co! Eure Regierung schiebt ab in den Tod: nach Afghanistan und ins Mittelmeer, täglich. Wir wissen, wo noch jede Altnazisau mit fetter Rente in Kanzleramt & Bundeswehr alt werden durfte: Bei euch! Wir wissen, wer die Antifaschisten, die wir in der DDR geehrt haben, von unseren Straßenschildern strich und aus unseren Geschichtsbüchern jagte: ihr! So kämpft ihr gegen links und schließt nach rechts die Augen, schon viel zu lang. Und ihr aus eurem braunen Mustopf BRD gebt uns die Schuld an den Faschisten in eurem Parlament? Ihr nennt uns Nazis? Ihr könnt und wollt die Faschisten, all die NPD, AfD, CSU ... nicht verbieten, denn euer Staat ist so anders als der, den ihr uns ausreden wollt.

 

Wir wissen, wer wir sind: OSSIS gegen Rechts!

 

Unentdecktes Land e.V.

 

 

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