Der deutsche Staat verbietet den 8. Mai   

 

8. Mai 2022, Transparentaktion von Unentdecktes Land e.V. am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Tiergarten. 20 Minuten nach Aufnahme der Fotografie wird die angemeldete, genehmigte und den rigiden Auflagen entsprechend durchgeführte Aktion ohne Begründung verboten. Vorher werden vor Ort die Auflagen massiv ausgeweitet. So wird nun neben der Fahne der Sowjetunion auch die Arbeiterfahne unter Strafe gestellt, zielgerichtet gegen die Mahnwache des Vereins. Damit wird wohl erstmals seit 1945 in der BRD das Tragen von roten Fahnen verboten.

Alle weiteren Aktivitäten am Ehrenmal, so sie denn das mahnende Gedenken und den Dank an die Befreiung vom deutschen Faschismus verhindern und stören wollen, bleiben hingegen von der Polizei unangetastet. Später wird auch versucht, das Logo des Vereins Unentdecktes Land e.V. zu verbieten. Die Begründung der Polizei: „In dem Logo ist eine Sichel zu erkennen…“.  



Heraus zum 77. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus

 

 

AUFRUF 

Mahnwache vor dem Sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten am 8. Mai 2022

 

„Zeitenwende“

Wir alle ahnen es, wissen es: Dieser 8.Mai wird ein vollkommen anderer sein als die Jahre zuvor. Zahlreiche Ehrenmale, die an die Befreiung vom deutschen Faschismus erinnern, sind in den letzten Wochen angegriffen und geschändet worden. Von staatlicher Seite wurden Gedenkfeier abgesagt und man schreckte auch nicht davor zurück, den Angehörigen der in Buchenwald ermordeten Sowjetsoldaten die Einreise zur Gedenkfeier zu verbieten.

Begleitet wird dieses Drama von einem Erstarken jener Kräfte, die emsig an der Verharmlosung der Verbrechen des deutschen Faschismus wirken. Vergleiche von Russland mit Nazideutschland mehren sich, Vergleiche der Geschehnisse in der Ukraine mit den Ereignissen im Zuge des Holocaust sind längst kein Tabu mehr für Tagesschau & Co. Die von den Medien und der Regierung in Gang gesetzte Russophobie hat ungeahnte Höhen erreicht, ob Sport oder Kultur – alles wird zur Bühne, um Russen auszugrenzen, zu schädigen, zu erpressen.

Es ist auch der Staat BRD, der in Berlin für den 8. Mai das Zeigen der Fahne der Sowjetunion unter Strafe stellt sowie das Gedenken an die Befreiung durch eine Absperrung der sowjetischen Ehrenmale bewusst massiv einschränkt. Diese Maßnahmen, hier in diesem Land, aus dessen Geschichte offenbar nicht viel gelernt wurde. Maßnahmen entgegen dem Staat, der den größten Blutzoll des 2. Weltkrieges trug, die meisten Opfer für die Befreiung auch Deutschlands gegeben hat. Wir nennen dies eine Schande und Widerwärtigkeit, die aufzeigt, was hier an Geschichtsumschreibung schon wieder möglich ist. Der Applaus eines jeden Nazis und Faschisten in diesem Land ist den staatlichen Behörden damit gewiss.

 

Dank Euch Soldaten der Anti-Hitler-Koalition

Vor allem ist dies alles eine Bühne für das Vergessen machen der deutschen Geschichte, in dessen Niederungen die zerschundenen Leiber von mehr als 25 Millionen ermordeter Sowjetbürger begraben liegen, Ukrainer, Belarussen, Russen, jede Republik der UdSSR hatte unzählige Opfer zu beklagen. Diese Menschen gaben ihr Leben für den Kampf der Anti-Hitler-Koalition zur Befreiung der Welt vom deutschen Faschismus. Nicht zuletzt für den Kampf zu Befreiung Deutschlands. In der DDR war diese Anschauung Staatsdoktrin und verinnerlichtes Bewusstsein wohl der meisten ihrer Bürger, der 8. Mai war Staatsfeiertag. In der BRD hingegen war es schon immer und ist es vor allem heute ein schwierig Ding, mit dem Danke sagen. Denn der 8. Mai ist auch ein Tag der Mahnung vor dem Krieg vom Boden Deutschlands aus  - seiner Verbrechen, die bis jetzt schwersten und systematischsten Verbrechen, die der Mensch dem Menschen je angetan hat.

 

Nieder mit der Bundeswehr und ihren Auftraggebern

Man möchte hier diese Mahnung klein reden, davon ablenken, die „Hitlers“ überall auf der Welt anklagen, nur nicht im eigenen Land. Wie sollte dies auch gehen, sind es doch Hitlers Personal und Geldgeber gewesen, die die BRD aufbauten, die wichtigsten Posten in Staatsapparat, Justiz, Verwaltung und vor allem Militär besetzten. Von dieser Geschichte will man sich nur zu gern abkoppeln. Denn nur ein „normales“ Deutschland, befreit von besagter deutscher Geschichte, kann wieder mitmischen in den Kriegen, die seit dem Ende des Warschauer Vertrages wieder zum alltäglichen Hintergrundgeräusch geworden sind. Diese Kriegszeit hat nicht gestern angefangen, auch nicht im Februar 2022. Der Frieden seit 1945 endete in Europa spätestens im März 1999 mit dem ersten Kampfeinsatz der Bundeswehr in einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf Jugoslawien. Mit diesem Krieg rechtfertigte man den Umbau der Bundeswehr zur weltweit agierenden Hightech-Interventionsarmee. Eine Armee, gebraucht von ihren Auftraggebern für die „Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt“.

Es ist wieder Krieg in Europa, diesmal muss er als Rechtfertigung herhalten für das größte Aufrüstungsprogramm des deutschen Militarismus seit 1945. Es geht dabei nicht nur um 100 Mrd. Sofort-Zahlung. Unverhohlen wird diese Aufrüstung mit einer Bedrohung begründet, die uns mal wieder aus dem Osten heimsuchen soll.

Spätestens mit der Auslieferung schwerer Waffensysteme ins Krisengebiet Ukraine liegt offen zutage, dass es den Auftraggebern der Bundeswehr nicht um die Beendigung des Krieges geht, sondern darum, einen Krieg gegen Russland zu gewinnen, um jeden Preis, auch um den Preis von noch mehr Opfern des Krieges in der Ukraine. Diese Tatsache deckt auch kein heuchlerisches Geschrei von „Frieden“ und Anteilnahme zu, nicht mal die bundesdeutsche Doppelmoral, die so groß scheint wie der Mond. Wir stehen noch wie gelähmt vor dieser Entwicklung, die sich im Wochentakt abspielt und sind entsetzt über Umfang und Geschwindigkeit.

 

Jedes Jahr sollte an die Befreiung vom deutschen Faschismus erinnert werden

Im Jahr 2015 unternahm Unentdecktes Land e.V. anlässlich des Tages der Befreiung vor der Neuen Wache in Berlin, dem ehemaligen zentralen Mahnmal in der DDR für die Opfer des Faschismus und Militarismus, eine Mahnwache mit einem großen Transparent vor. Über dieses Transparent haben wir seinerzeit gut nachgedacht und für seine Herstellung entschieden, dass der Dank an die Befreier in diesem Staat mit seiner Geschichte nur in Verbindung mit der Kampfansage gegen den deutschen Militarismus und diejenigen stattfinden kann, die ihn gegen uns und anderen Völker in Bewegung setzten.

Mit der Bundeswehr steht eine deutsche Armee weltweit in Kriegsgebieten, die in Westdeutschland schon kurz nach dem Krieg vom Führungspersonal der faschistischen Wehrmacht aufgebaut wurde. Es waren noch nicht die Trümmer des letzten Weltkrieges beräumt, da schrien diese ehemaligen Wehrmachtsgeneräle nach Rache, den ehemaligen Ostgebieten und vor allem – atomarer Bewaffnung.

Die Bundeswehr ist der wohl prägnanteste Bruch des Potsdamer Abkommens. Es gilt, diesen rückgängig zu machen. Es kann nicht darum gehen, naiv zu fordern, dass die Bundeswehr etwas sein soll, was sie nie war und wofür sie nie zusammengeschoben wurde, eine Verteidigungsarmee. Wir entschieden uns deshalb für die Transparent-Inschrift:

 

DANK EUCH SOLDATEN DER ANTI-HITLER-KOALITION –
NIEDER MIT DER BUNDESWEHR UND IHREN AUFTRAGGEBERN

 

Es ist am 8. Mai 2022 mehr als bisher von Nöten, an die Befreiung zu erinnern - gegen die Kräfte, die sie vergessen machen wollen. Mehr als bisher müssen wir uns schützend vor die Gedenkstätten und Ehrenmale stellen, sie sind in Gefahr. Vor allem aber gilt es mehr als bisher, dem deutschen Militarismus entgegenzutreten. Mehr als bisher gehört unser Transparent von 2015 auch am 8. Mai 2022 wieder auf die Straße.

 

Unentdecktes Land e.V.

 

 



 

Protest vor Museum / Gegen ParteinahmeArtikel jungeWelt

 

Mit Geschichtsrevisionismus gibt es keine Solidarität!

 

Aus Anlass der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der Ukraine und Russland legt die Leitung des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst Hand an das Gedenken an die Befreiung vom deutschen Faschismus durch die Rote Armee.

 

In einem Akt anmaßender Geschichtslosigkeit wurde erst der Schriftzug “Deutsch-Russisches” unkenntlich gemacht, was erst von Außenstehenden korrigiert wurde. Dann zog die Museumsleitung die Fahnen der Republik Belarus und der Russischen Föderation ein. Begründet werden diese Maßnahmen  mit einer „Solidarität zur Ukraine“.

 

Wir meinen, es kann keine Solidarität mit Geschichtsrevisionismus geben. Niemandem, schon gar keinem deutschen Museum, steht es zu, in das Gedenken an den Kampf der Sowjetunion, dem maßgeblichem Teil der Antihitlerkoalition, selektierend einzugreifen. 

 

Von 1941 bis 1944 ermordeten Wehrmacht und SS 1,7 Millionen belorussische Einwohner und zerstörten dort fast jede Stadt und unzählige Dörfer. Neben der Ukraine und Belarus war Russland einer der Hauptschauplätze des 2. Weltkrieges. Auch dort ließen Millionen ihr Leben im deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion, auch dort sorgten die deutschen Faschisten für beispiellose Zerstörung. 

 

Im Gebäude des heutigen Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst wurde am 9. Mai 1945 die ratifizierende Urkunde der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht unterzeichnet. Auf dieser Grundlage eröffnete die Deutsche Demokratische Republik hier 1967 das Museum der bedingungslosen Kapitulation des faschistischen Deutschlands im Großen Vaterländischen Krieg. Seitdem ist es ein wichtiger Erinnerungsort, ein wichtiges Ehrenmal für den Kampf ALLER Soldaten und Bürger der Sowjetunion gegen den deutschen Faschismus. 

 

Wir sagen:

 

Hände weg vom Gedenken an die Befreier!

 

 



Flugblatt erstmalig verteilt auf der Berliner UNTEILBAR-DEMO, 4. September 2021

Faschisten im Knast und nicht im Parlament

 

 

Kurz nach Kriegsende, am 14. Juli 1945, begründete ein bis dahin in Deutschland noch nicht gesehenes Konzept eine antifaschistisch - demokratische Umwälzung im Osten. Ein Konzept mit langem Namen: „Block der antifaschistischen demokratischen Parteien“.  Dieser Block, die 4 großen Volksparteien SPD, KPD, CDU und LDP waren sich selten grün. Doch eines bedurfte nie großer Diskussion: Die konsequente Umsetzung des Potsdamer Abkommens. Dies besagt u.a.:

 

 

Die NSDAP, ihre Gliederungen und Unterorganisationen sind zu vernichten; alle Nazi-Ämter sind aufzulösen, Sicherheiten sind zu schaffen, dass sie in keiner Form wieder auferstehen; jeder nazistischen Betätigung und Propaganda ist vorzubeugen.

 

 

Leicht gesagt, schwergetan. Papier ist noch keine Praxis, aber wurde es. Von Stund an waren faschistische, nazistische, rassistische, revanchistische Parteien, Gruppen, Grüppchen samt ihrer Propaganda verboten. Ihre Gründung oder Wiederzulassung war im Osten ausgeschlossen.

Die nächsten 45 Jahre hatte dies dort Bestand, war unantastbar und verfassungsrechtlich verankert. 1948 wuchs der Block und sein Name nochmal. Die Aufnahme von Frauen-, Jugend-, Gewerkschafts- und Antifa-Organisationen machten ihn zum „Block der antifaschistisch-demokratischen Parteien und Massenvereinigungen“ und später zur Grundlage der Volkskammer, dem Parlament der DDR.

 

 

Eure Freiheit ja, unsere Freiheit nein

 

 

Dagegen 1949 in der BRD: Bei der ersten Bundestagswahl war für Frauen-, Jugend-, Gewerkschafts- und Antifa-Organisationen kein Parlamentsplatz reserviert. Dafür bekam die „Deutsche Partei“ 17 Sitze, nur eine unter den unzähligen rechten Organisationen, die in nur vier Nachkriegsjahren im Westen neu gegründet oder wieder zugelassen wurden. Tausende Altnazis und deren Ziehkinder stimmten in den bundesdeutschen Regierungen, Gerichten, Verwaltungen, Schulen, Universitäten, Polizeiwachen, in der Bundeswehr ein „Deutschland über alles…“ an.

Die nächsten 40 Jahre veränderten die deutschen Staaten. Seine Kinderstube jedoch konnte keiner der beiden leugnen. Die übrig gebliebene BRD bis heute nicht. Ihre Demokratie, wir alle, besonders all jene, die nicht ins menschenverachtende Weltbild der Rechten passen, müssen (sie) nach wie vor aushalten:

All die unzähligen faschistischen, nazistischen, rassistischen Parteien, Gruppen und Grüppchen, ihre Morde, Terroranschläge, Hetze in Reden, Zeitungen, Büchern, Konzerten usw.  Sie genießen die Freiheit der Meinung und bestimmen mit. Ein Hohn für die uns von den Völkern der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg gegebene Aufgabe, aus diesem Krieg die Lehre zu ziehen, ein Hohn für das Potsdamer Abkommen.

 

 

 

Heute grübeln wir nur noch

 

 

Meinungsfreiheit und Mitbestimmung. Mit diesen Schlagworten ging hier 1990 ein Land in den Westen und in den Geltungsbereich bundesdeutscher Demokratie. Über 200 Menschen in West und Ost sind seitdem durch Faschisten ermordet worden, unzählige wurden verletzt. Für sie und viele andere wurde und wird „Meinungsfreiheit & Mitbestimmung“ zur Freiheit der Barbarei.

Wenigstens das lässt zweifeln an jener übrig gebliebenen bundesdeutschen Demokratie. Dass im Parlament für Mitbestimmung von Frauen-, Jugend-, Gewerkschafts- und Antifa-Organisationen kein Platz ist, jedoch für Faschisten, hinterlässt Skepsis. Vielleicht jene „vertiefte Grundskepsis… gegenüber Politik und Demokratie“, die unlängst der „Ostbeauftragte der Bundesregierung“ den Ostdeutschen attestierte.

 

 

Angesichts diesem Heute hier, das Faschismus aushalten muss, scheint etwas Neues, Anderes fern. Aber mit Grübeln fängt es immer an.

 

 

 

 


April 2021: Elb-Brücke bei Torgau

Niemand hat die Absicht ein Transparent zu errichten. Wir schon!

Dank Euch, Soldaten der Anti-Hitler-Koalition – Nieder mit der Bundeswehr und ihren Auftraggebern.

Am 24. April 1945 trafen an der Elbe bei Torgau zwei Hauptakteure der Anti-Hitler-Koalition zum Schulterschluss gegen den deutschen Faschismus zusammen: die Armee der Vereinigten Staaten von Amerika und die Rote Armee der Sowjetunion. Damit war die militärische Niederlage Nazideutschlands besiegelt.
Die zivilisierte Welt schlug vereint im Namen der Freiheit und des Lebens den deutschen Faschismus nieder. Eine Befreiung! Dank Euch, Soldaten der Anti-Hitler-Koalition!

Die BRD jedoch hat an diesem 24. April nichts zu gedenken, niemandem zu danken. Eine von Nazi-Generälen aufgebaute und heute von ihren Zöglingen geführte Bundeswehr führt wieder Krieg. Ihre Auftraggeber sind dieselben: die Siemens, Daimler, Deutsche Bank & Co.

Wer, wie das antifaschistische Gedenken der DDR, an die Befreier erinnert, der Opfer gedenkt und die Täter beim Namen nennt, stellt sich den deutschen Kriegsplänen entgegen.
Es geht um das Erfüllen eines Auftrags, der uns von den so wenigen Überlebenden aufgetragen wurde: Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus! Erinnern heißt Kämpfen. Die Geschichte der BRD und ihrer Bundeswehr zeigt, dass beides nicht zu trennen ist.

 

Dank Euch Soldaten der Anti-Hitler-Koalition – Nieder mit der Bundeswehr und ihren Auftraggebern!

 

Symbolisches Treffen am 27. April 1945 zwischen William Robertson und Alexander Silwaschko nahe Torgau
Symbolisches Treffen am 27. April 1945 zwischen William Robertson und Alexander Silwaschko nahe Torgau

Unentdecktes Land BRAUCHT ANHANG

2021 ist das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen: große Ausstellung, große Pläne - dafür brauchen wir einen großen Anhänger!

 

Wir wollen mit der Ausstellung auf Tournee durch den Osten, doch das geht nur mit einem großen Autoanhänger. Leider ist der ordentlich teuer und wir ordentlich pleite. Wir sind daher gerade jetzt für jede Spende, die uns dem Anhänger ein Stück näher bringt, sehr dankbar!


Aufruf: Euer Land, euer Leben, eure Bilder

Unentdecktes Land geht es um den Blick der Ostdeutschen auf ihre Geschichte und das eben nicht über Kimme und Korn, sondern abseits der offiziellen Geschichtsschreibung die zum größten Teil andere von woanders über uns erzählen.

 

Ganz zuerst gehört unsere Geschichte uns und sie gehört in Stellung gebracht gegen Rassismus, Faschismus, Krieg und soziale Not. All das wogegen die Deutsche Demokratische Republik gegründet werden musste. Wir bringen das Thema DDR auf die Straße zu Euch, zu uns selbst. Zu den Leuten im Osten, zu den Leuten die in der DDR lebten, dort an jedem Ort Geschichte schrieben. Zu den Leuten die dieses Land aufbauten, zusammen ums Bessere gerungen haben mit Begeisterung, Freude, Streit und Zorn. Aber auch zu denen die vielleicht die DDR enttäuscht verließen oder dort nur ihre Kindheit verbrachten. Wir bringen sie zu denen, die nach ihr geboren wurden, sie nur noch vom Hörensagen ihrer Eltern und Großeltern kennen lernen. Dorthin bringen wir Vorträge und Ausstellungen und Aktionen, unser Wissen, unser Unwissen und die Neugier, mehr zu erfahren.

 

Fester Bestandteil unserer Arbeit ist nicht nur das geschriebene und das gesprochene Wort, sondern auch Bilder die von dem Leben in der anderen deutschen Republik berichten. Bilder vom Leben und der Arbeit der Menschen die dort wirkten in Stadt und Land, Bilder von der Kunst der DDR, ihren Bauten und Baustellen – vom Alltag. Es gibt Millionen dieser Bilder, doch heute wird an ihnen verdient und jeder der mit diesen Bildern arbeiten möchte, muss sie sich leisten können. Sie sind eine Ware geworden, so wie alles andere eine Ware geworden ist.

 

Wir haben selten die Mittel, um diese Ware zu bezahlen. Deswegen geht dieser Aufruf an Euch da draußen: sendet uns bitte Bilder, die ihr selber aufgenommen habt, denn auf diese habt ihr die Rechte. Klappt die alten Alben auf und schickt uns für unsere Arbeit Bilder aus dem Unentdeckten Land DDR.

 

 

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katalog zur ausstellung "unentdecktes land"

Der gedruckte Katalog zur Ausstellung "Unentdecktes Land" kann über unser

Kontaktformular oder via Mail an info@unentdecktes-land.org gegen Spende bestellt werden.


Die Kommunistische Organisation (KO) hat eine Videoreihe zum Leben in der DDR erstellt, in der anhand von Interviews mit Zeitzeugen ein Einblick in verschiedene zentrale Bereiche der Gesellschaft der deutschen demokratischen Republik gewährt wird. Da die Videoreihe sowohl technisch wie auch inhaltlich hervorragend von der KO gestaltet und erstellt wurde, verlinken wir diese hier. Wir wünschen interessante und spannende Unterhaltung beim Anschauen.

 

Episode 1: "Schule, Kindheit und Jugend"

Episode 2: "Arbeit und Wirtschaft"

Episode 3: "Demokratie und Zusammenleben"

Episode 4: "Kalter Krieg und Konterrevolution"


OSSIS GEGEN RECHTS

Eure Geheimdienste bewaffnen die Nazis und eure Medien AfD & Co! Eure Regierung schiebt ab in den Tod: nach Afghanistan und ins Mittelmeer, täglich. Wir wissen, wo noch jede Altnazisau mit fetter Rente in Kanzleramt & Bundeswehr alt werden durfte: Bei euch! Wir wissen, wer die Antifaschisten, die wir in der DDR geehrt haben, von unseren Straßenschildern strich und aus unseren Geschichtsbüchern jagte: ihr! So kämpft ihr gegen links und schließt nach rechts die Augen, schon viel zu lang. Und ihr aus eurem braunen Mustopf BRD gebt uns die Schuld an den Faschisten in eurem Parlament? Ihr nennt uns Nazis? Ihr könnt und wollt die Faschisten, all die NPD, AfD, CSU ... nicht verbieten, denn euer Staat ist so anders als der, den ihr uns ausreden wollt.

 

Wir wissen, wer wir sind: OSSIS gegen Rechts!

 

Unentdecktes Land e.V.

 

 

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